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„Wir sind ein winzig kleiner Teil dieses Universums, aber wir sind ein Teil“ – Joscha

Hallo liebe Leser,

es gibt wieder einen Text zu 50 Fragen und Antworten. Wie ich finde wirft der Text, ein sehr wichtiges Thema dieser Zeit auf. Es geht um das Thema Lebe dein Leben jetzt. Höher – weiter – schneller? Aber wohin und warum? Macht mich dies glücklich und wo führen all diese Fragen nur hin.

Lies selbst! Ich finde den Text toll und freue mich, ihn mit euch teilen zu dürfen.

 

Lieber Joscha,

Nun sitze ich da und schiebe meine Gedanken hin und her und frage mich, warum brauchen 50 Fragen 50 Antworten. So viele Fragen, die man sich einmal im Leben stellen sollte. Und dies alles wirft eine weitere Frage mit sich auf: Ob die Zeit dafür überhaupt reicht?

 

Fragen über Fragen

 

Warum tue ich nichts? Warum mache ich nichts? Warum verändere ich nichts? Will ich alles und sofort? Lasse ich nichts unversucht? Versäume ich nichts? Lasse ich nichts aus? Mache ich genug um erfolgreich sein? Habe ich genug Spaß? Führe ich intensive Beziehungen? Habe ich erfüllten Sex? Betreibe ich genug Sport? Esse ich nicht zu viel? Achte ich auf meine Gesundheit? Was habe ich alles schon verpasst? Was läuft mir alles durch die Finger? Wo ist mein Leben? – schnauf! Da landet man ziemlich unsanft am Boden. Ist außer Atem und völlig ramponiert! Und dann?

Und dann läutet die Cool down-Phase das Ende des Tages ein und ich lege meine Beine hoch und rolle meinen Kopf zwischen den Schulterblättern. Und heute möchte ich nicht mehr davon fliegen und genieße die Kühle des Abends. Und auch wenn Wolken den Himmel bedecken, ist es dieser kleine feine Moment, in dem alles getan und gesagt ist. Mit ruhigen Gewissen lehne ich mich zurück und atme einmal tief durch. Nippe an einem Glas Rotwein. Proste mir selber zu: Auf dich! und schlage mir dabei auf die Schulter. Und ich spüre in diesem Augenblick, für heute alles richtig gemacht zu haben.

 

Entscheidungen treffen

 

In meinem Leben habe ich viele Entscheidungen getroffen, bin seltsame Irrwege gegangen und weiß, dass ich noch immer unterwegs bin. Aber jetzt gerade, ist alles gut, alles getan und gesagt. Da sitze ich, abgenützt und müde –  und es ist mir völlig klar, dass noch genug Zeit vor mir liegt und es noch nicht vorbei ist, um aufwärts zu streben und weiterzumachen. Ich muss noch nicht klein beigeben. Nur für heute ist alles getan und gesagt. Ich bleibe am Wegscheid stehen und verspüre keinen Drang weiter zu laufen. Heute gibt es keine Eile mehr, die Richtung zu wählen und weiterzugehen.

Ich muss heute nicht mehr weinen und lachen, Koffer packen und auf Reisen gehen, noch mehr Blogseiten schreiben, lügen und die Wahrheit verbiegen, debattieren und Probleme lösen, auch 50 Fragen mit einer Antwort belegen oder nichts unversucht zu lassen, um den Glück entgegen zu streben. Es ist dieser kleine, feine Moment, in dem alles gesagt und getan ist.

Vielleicht klingt dies langweilig oder furchtbar öde, aber es ist genau dieser eine Augenblick, in dem alles richtig erscheint und man nicht die Lust verspürt, auf zustehen, um weiter zu laufen. Man bleibt entspannt sitzen und hat dieses unbeschreibliche Gefühl tief in sich drinnen, heute ist alles ausgesprochen und geschafft.

 

Muss ich meinen Träumen nachhetzen?

 

Muss es sein? Muss ich Träume und Idealen nachhetzen? Muss ich 50 Fragen beantworten? Muss ich auf Biegen und Brechen glücklich sein? Muss ich alles erlebt haben, um nichts zu bereuen? – Und ihr könnt es mir glauben, dafür habe ich eine Zeitlang gebraucht, um dahinter zu kommen. Die Antwort scheint an den Haaren herbei gezogen zu sein, aber so simpel es auch klingt: Es muss nicht sein! Nicht was für den einen gilt, bedeutet für den anderen, es ihm gleich zu machen.

Erfolgreich zu sein, ist erstrebenswert. aber es muss nicht sein! Tollen Sex zu haben, ist wunderbar, aber es muss nicht sein! Viel Reisen zu unternehmen, ist fantastisch, aber es muss nicht sein! Ein Buch zu schreiben, ist interessant, aber es muss nicht sein! Bungeejumping ist aufregend, aber es muss nicht sein! Auf den Drahtseil zu balancieren, ist eine Herausforderung, aber es muss nicht sein.

Und so ist auch in diesem Augenblick alles gesagt und getan!

Lieber Joscha, ich wünsche dir mit deinem Buch viel Erfolg und würde gerne wissen, ob du auch schon ein paar Fragen für dich selber erfolgreich beantwortet hast? Und vielleicht finde ich noch ein paar Antworten auf deine 50 Fragen!

LG Nicole

Liebe Nicole: Danke für diesen tollen Gastbeitrag. Auf deine letzte Frage werde ich einen Antwortbeitrag verfassen.

Zum Abschluss möchte ich noch einen witzigen Vortrag von den „Kampf der Künste“ einfügen. Es geht um das Thema „Lebe dein Leben“ meiner Generation. Wir sollten alle mal den Druck aus dem Leben nehmen! Ein super Poetry Slam zu diesem Text wie ich finde!

 

Kaleb Erdmann – Leb dein Leben! Nicht.